Die Geschichte des Kreuzweges in Althofen
Der Kreuzweg am Kalvarienberg in Althofen gehört zu den historischen religiösen Anlagen der Stadt. Er führt über 14 Stationen den Kalvarienberg hinauf zur Kalvarienbergkirche zum Heiligen Kreuz. Die einzelnen Stationen erinnern an wichtige Ereignisse aus dem Leidensweg Jesu Christi – von seiner Verurteilung bis zu seiner Grablegung.
Die Tradition der Kreuzwege entwickelte sich in Europa besonders im 17. Jahrhundert. Auch in Kärnten entstanden zu dieser Zeit zahlreiche Kalvarienberge. Der Kreuzweg in Althofen zählt zu den frühen Anlagen dieser Art und entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Die Stadtgemeinde Althofen führt die Errichtung der Kreuzwegstationen in ihrer Chronik außerdem für das Jahr 1833 an.
Der Weg orientiert sich an der christlichen Überlieferung des Leidensweges Jesu. Die 14 Stationen erzählen Schritt für Schritt von den Ereignissen, die mit der Verurteilung Jesu beginnen und mit seiner Grablegung enden.
Der Weg Jesu
An der Kreuzigungsstätte werden Jesus die Kleider genommen. Danach wird er ans Kreuz geschlagen und das Kreuz aufgerichtet. Die zwölfte Station des Althofener Kreuzweges stellt dabei ausdrücklich Jesus am erhöhten Kreuz dar.
Nach seinem Tod wird Jesus vom Kreuz genommen. Seine Angehörigen und Freunde nehmen seinen Leichnam entgegen. Schließlich wird Jesus in ein Grab gelegt. Damit endet der Kreuzweg mit der 14. Station.
Der Kreuzweg erzählt damit nicht nur von einzelnen Ereignissen, sondern führt die Besucher Schritt für Schritt durch die gesamte Passionsgeschichte. Die einzelnen Stationen machen den Weg zu einem Ort des Innehaltens, der Besinnung und des Gebets.
Der Kreuzweg heute
Bis heute ist der Kreuzweg ein wichtiger Bestandteil des Kalvarienberges in Althofen. Besonders während der Fastenzeit wird der Weg für Kreuzwegandachten genutzt. In der Stadtpfarre Althofen besteht seit vielen Jahrzehnten die Tradition, an den Freitagen der Fastenzeit gemeinsam von Station zu Station hinaufzugehen. Dabei wird gebetet, gesungen und über die einzelnen Stationen nachgedacht.
Die heutigen Darstellungen der 14 Stationen wurden 1981 vom akademischen Maler Mels-Coloredo in moderner Form gestaltet. Zuvor befanden sich in den gemauerten Nischen ältere Darstellungen. Im Jahr 1978 wurden die 14 Kreuzwegstationen außerdem im Rahmen der Renovierungsarbeiten am Kalvarienberg saniert.
So verbindet der Kreuzweg am Kalvarienberg in Althofen eine lange Geschichte mit der heutigen religiösen Tradition. Wer den Weg hinaufgeht, folgt dabei nicht nur einem historischen Weg, sondern auch einer jahrhundertealten Form der Erinnerung an den Leidensweg Jesu.